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Prometheus from Poetrypunk Live by Tygermob

Tracklist
1.Prometheus2:38
Lyrics

Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst, und übe
Dem Knaben gleich der Disteln köpft
An Eichen dich, und Bergeshöhn!

Musst mir meine Erde doch lassen stehen,
Und meine Hütte, die du nicht gebaut,
Und meinen Herd, um dessen Glut Du mich beneidest.

Ich kenne nichts ärmeres unter der Sonn´
Als euch Götter!

Ihr nährtet kümmerlich von Opfersteuern und
Gebetshauch
Euer Majestät, und darbtet, wären nicht
Kinder und Bettler hoffnungsvolle Toren!

Da ich ein Kind war,
Nicht wusste wo ein noch aus,
Kehrt´ ich mein verirrtes Auge
Zur Sonne.
Als wenn darüber wär
Ein Ohr zu hören meine Klage
Ein Herz wie meins
Sich des bedrängten zu erbarmen!

Wer half mir
wider der Titanen Übermut?
Wer rettete vom Tode mich?
Von Sklaverei?

Hast du nicht alles selbst vollendet,
heilig glühend Herz?
Und glühtest jung und gut, betrogen!

Rettungsdank dem Schlafenden dort droben?
Ich dich ehren? Wofür?

Hast du die Schmerzen gelindert je
des Beladenen?
Hast du die Tränen gestillet je
des Geängstigten?

Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmächtige Zeit und das ewige Schicksal?
Meine Herren, und Deine!

Wähntest du etwa
ich sollt das Leben hassen?
In Wüsten fliehn,
weil nicht alle Blütenträume reiften?
Hier sitze ich!
Forme Menschen nach meinem Bild,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei:
Zu leiden, zu weinen, geniessen und zu freuen sich

Und dein nicht zu achten,
Und dein nicht zu achten,
Und dein nicht zu achten,
Wie ich!

Credits
from Poetrypunk Live, released August 11, 2018
LicenseAll rights reserved.
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