Als in Deutschland Geborener mit einem sardischen Vater kenne ich natürlich wenigstens in Ansätzen die Geschichte um Gramsci – und seinen Text „Die Gleichgültigen“:
(https://hearthis.at/lino.casu/die-gleichgltigen/)
Beim Rechtsruck in unserem Land und der "scheinbar" bewussten Untätigkeit – vor allem der sogenannten Konservativen, aber mit Blick auch auf all die anderen Untätigen – wirkt es, als würde sich die Moral Stück für Stück zurück in eine dunkle Vergangenheit verschieben.
Nach einer Diskussion über Gramscis „Die Gleichgültigen“ habe ich deshalb ein Lied geschrieben. Nicht als Vortrag, nicht als Parole – sondern als unmittelbare Reaktion auf das, was ich dabei fühle: dass Gleichgültigkeit nie neutral ist, und dass Schweigen und Ignoranz am Ende nur die größten Verbrechen ermöglicht.
Ich gebe nur zu bedenken: Es gab noch keinen Fall, in dem Mitläufer und Ignoranten nicht irgendwann – durch die Konsequenzen, die am Ende auch sie selbst treffen – einen hohen Preis dafür bezahlt hätten.
Und noch etwas, ganz direkt: Wenn du mich trotz meiner Geburt in Deutschland „abschieben“ willst, dann frag dich einmal ernsthaft, wohin so ein Denken führt. Nicht nur moralisch, sondern ganz real: Gesellschaften, die sich über Blut und Ausgrenzung definieren, enden nicht in Stärke – sondern in Verarmung, Verrohung und Selbstzerstörung.
Denke einfach mal darüber nach, ob Inzucht evolutionäre Vorteile bringt, wenn du mich, trotz meiner Geburt in Deutschland, abschieben willst.
Lino Casu was born 24.12.1978. At the age of 6 he took classic Guitar lessons but what took a big part of his Soul was his first Computer (386 IBM) at the age of 10. He experimented with Mod-Plug-Tracker on Amiga in the early age of 14. Stumbled over Cubase on an Atari not very much later and till today he loves to create out of Noise Something that at last might could be understood as Music.